Der Diamantweg-Buddhismus spricht im Leben stehende selbstständige und klare Menschen an. Die Zentren und Meditationsgruppen der Karma-Kagyü-Linie ermöglichen jedem einen einfachen Zugang zu den entsprechenden Meditationen. Sie bieten eine buddhistische Praxis für diejenigen Menschen, die mit Familie, Freundschaften und Beruf fest im Leben verankert sind.

Die ca. 150 Diamantweg-Zentren im deutschsprachigen Raum werden von den Mitgliedern auf der Grundlage von Freundschaft und Idealismus ehrenamtlich betrieben. Sie sind in gemeinnützig anerkannten Vereinen organisiert.

Karma-Kagyü ist eine der großen buddhistischen Schulen des Diamantwegs. Als Linie der direkten mündlichen Überlieferung legt sie besonderen Wert auf Meditation und die unmittelbare Verwirklichung der Natur des Geistes durch die Anleitung des Lehrers. Ihr höchster Repräsentant ist der 17. Karmapa Thaye Dorje.

Die Karma-Kagyü-Linie findet ihren Ursprung beim historischen Buddha und entwickelte sich zu einem praktischen Erleuchtungsweg in Indien und Tibet. Vor 1000 Jahren gestalteten bedeutende buddhistische Meister, wie Naropa oder Maitripa, sowie die bekannten Verwirklicher Marpa und Milarepa die Linie zu einer lebensnahen Laienbewegung. Seit dem 12. Jahrhundert hat die ununterbrochene Reihe der Karmapa-Wiedergeburten die Karma-Kagyü-Linie lebendig und kraftvoll gehalten.

Heute geben buddhistische Lehrer wie der 17. Karmapa Thaye Dorje, Sharmapa, Sherab Gyaltsen Rinpoche und Jigme Rinpoche die östliche Weisheit weiter. Sie unterstützen die Arbeit in den neuen, westlich geprägten Zentren rund um die Welt.

Lama Ole Nydahl ist einer unserer bedeutendsten Lehrer. Er und seine Frau Hannah waren die ersten westlichen Schüler des 16. Karmapa. In ständigem Austausch mit seinen Schülern lehrt Lama Ole Weg und Ziel des Diamantweg-Buddhismus. Er ist der bekannteste westliche buddhistische Lehrer und hat seit 1972 weltweit über 600 buddhistische Zentren gegründet. Seine dauerhafte Freude und Tatkraft zum Wohle aller vermittelt einen Eindruck davon, was jeder durch die Erfahrung des eigenen Geistes erreichen kann. Heute lehren in seinem Auftrag ca. 250 seiner Schüler den Diamantweg-Buddhismus rund um die Welt.